Rot gewinnt!

Wozu die ganze Aufregung?

Hätte man dem Schiri aufmerksam zugehört und dessen Worte vor Spielbeginn für bare Münze genommen, hätte man sich entspannt zurück lehnen können, das ein oder andere Erfrischungsgetränk genießen, ein gutes Buch lesen oder ein Kreuzworträtsel lösen können. Aber so: Uffreschung, Gezitter und Gezeter aller Orten in den heiligen Hallen der Ha?Ka!. Zumindest in der 1. Halbzeit. Dabei hatte es der Schiri doch klar verkündet: „Rot gewinnt“, sagte der Pfeifenmann, als er vor der obligatorischen sportlichen Betätigung der Protagonisten auf dem Grün den Spielausgang unter Beteiligung der Kapitäne der Hansa und des FSV per Münzwurf ausgelost hatte. Und da Rot in diesem Falle wir, das heißt die in die roten Trikots gewandeten Benno-Buben waren, stand also nur noch die Höhe des Auswärtssieges zur Disposition. Seit das Café King auch nicht mehr das ist, was es mal war, hat man einfach keine 100%ige Gewissheit mehr.

Dann also los. Verzagtere Gemüter hatten ja nach dem Düsseldorf-Desaster das Schlimmste befürchtet. Doch die in den letzten drei Spielen siegreiche Hansa war offensichtlich satt und des Erfolges überdrüssig. Da tankte sich niemand durch unsere Abwehr wie ein Rentner durch den parkbankbesetzen Park (Was macht eigentlich Dirk Schmitt?), nein, die waren eher schwach wie Flasche leer. Und die Unsrigen stark wie Bembel voll. Aber hallo. Besonders tat sich ein Spieler hervor, der sozusagen Undercover auf dem Platz stand. Mit liebevoll zusammen getapetem Trikot, kein Namenszug darauf, nur ein weißer Balken. Man verstand gleich die Absicht, die hinter solch heimtückischer Raffinesse stand: Dieser Mann sollte nicht zu fassen sein, sich unbemerkt, einem Phantom gleich, frei und ungestört auf dem Platz bewegen. Und so geschah es.

Doch bevor es so geschah, geschah etwas anderes. Unser Korea-Import Ju-Tae Yun spielte sich in alle Herzen. Was der junge Mann in der ersten Halbzeit so alles verstolperte – es war zum Zunge schnalzen! Alle waren sich einig: Der passt nach der Pause mal schön auf die Sachen in der Kabine auf.

Aber denkste. Offenbar hatte Benno den Yunschen Marschbefehl für Halbzeit Zwo geändert („Jetzt bitte den Ball genau ins Tor schießen!), und schon ging‘s. Sogar doppelt. Weil das Phantom zuvor zweimal getroffen und Yelen den ersten Treffer des Spiels erzielt hatte, kenterte die Kogge und der FSV landete einen Kantersieg. Gut, dass wir in der Ha?Ka! guckten, ich hätte für die schöne neue Diskokugel im Pub keine Verantwortung übernommen.

Den Spruch des Tages lieferte schließlich der TV-Reporter: „Rostock braucht einen neuen Führer.“ Ich meine: Lieber nicht.

Es grüßt Euch in aller Herzlichkeit
Euer aller Frankybeauftragter.

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