Beinkleid, Bier und Bräsigkeit

Sonntag, 18. September, 13.30 Uhr: Zwiebelschnitzel mit Pommes an großem Jever im Pub. Leichte Kost zum Mittagsmahl, dafür aber schwere Kost im Fernsehen. Gerade hat man sich die ersten Bissen Schnitzel einverleibt, steht’s auch schon 1:0 in München. Für die 60er Löwen, wohlgemerkt. Was folgte (2:0, 3:0, 4:0), war leider nicht zum Zungeschnalzen und schlug einem derart auf den Magen, dass das leichte Völlegefühl, das das Zwiebelschnitzel im Abgang evozierte, und der mit ihm einhergehende Dämmerzustand als vergleichsweise angenehm empfunden wurden, trübte die körperliche Bräsigkeit doch wie ein dichter, warmer Nebel gnädig den Blick auf das Geschehen auf dem LCD-Display.

Teils verhüllt war übrigens auch die Allianz-Arena, was offiziell beschönigend als Maßnahme zur Erzeugung von mehr Atmosphäre in dem riesigen Betonmoloch verkauft wurde. Tatsächlich hat wahrscheinlich der neue jordanische Investor der 60er, dessen Engagement der Traditionsverein seine weitere Existenz als Zweitligist zu verdanken hat, die Verhüllungsaktion durchgesetzt, denn Kopftuchtragen und Verschleierung ist in arabischen Kulturkreisen ja bekanntlich ein Muss.

Warum Patric Klandt seine Beine mit grünen Strumpfhosen verhüllen musste, bleibt indes sein Geheimnis. Hatte ein bisschen was von Kermit, der Frosch, sah richtig schick aus und unterstrich den muppetsmäßigen Auftritt unseres Teams auf subtile Weise. Apropos kleidsames Beinkleid: Richtig fesch sieht ja auch Gabor Kiraly, der Münchner Torsteher, aus. Stets sportiv mit einer langärmeligen Jogginghose aus bester, beinschmeichelnder Baumwolle angetan, ist er der modische Kontra-, Quatsch!, Glanzpunkt einer jeden Begegnung. Ich hab’s übrigens selbst auch schon ausprobiert und kann daher mit fester Stimme und im Brustton der Überzeugung sagen: Die Jogginghose ist ein Muss für den modebewussten und stilsicheren Fan. Ja, Holger G. aus Bornheim, das gilt auch für Dich!

Leider ist der Masterplan der Bornheimer dann doch nicht ganz aufgegangen. Der Zeugwart dachte, in der Münchner Arroganz-Arena siegt doch immer das rot gedresste Team, und  steckte die Boysen-Boys kurzerhand in ebensolche Jerseys. De facto sind wir aber trotzdem nicht der FC Bayern und können nicht mal ansatzweise ähnlich spielen, allerhöchstens sind Vergleiche zum FCB im Klinsmannschen Endstadium denkbar. Wie auch immer, es gab ordentlich was auf die Ohren, und da unsere U23 zeitgleich am Bornheimer Hang einen 5:0-Sieg einfuhr, nähert sich der FSV der Dritten Liga inzwischen zielstrebig von beiden Seiten an.

In der laufenden Saison hat der FSV jetzt zwei derbe 0:4-Klatschen kassiert, von der Eintracht und von den Löwen. Am Freitag kommt dann Braunschweig an den Hang. Vorname Eintracht, Rufname Löwen. Hoffentlich wird’s nicht zweistellig.

Es grüßt Euch herzlichst

Euer aller

Frankybeauftragter.

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