Wo war Hartmut L. Blaum?

Schon wieder 0:4! Sind wir Schalke 04, oder was denken sich die Boysen-Boys? Na gut, diesmal wenigstens für uns, da wollen wir Viere mal gerade sein lassen. Im Ernst: Nach der 0:4-Klatsche gegen die Riederwald-Auswahl war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass die Schwarz-Blauen in Karlsruhe so famos auftreten wie geschehen und die Punkte samt und sonders hübsch in Butterbrotpapier einschlagen und mit nach Hause an den Hang bringen würden.

Kurze Rückblende: Was sich letzte Woche im Stadtwald ereignet hat, weiß ich im Grunde genommen ja bloß aus den Augenzeugenberichten Dritter. Schließlich kenne ich kein Alesia. Ein bisschen schockiert haben mich die vielen verständnislosen Leserbriefe, die mich nach dem Alesia-Artikel erreichten. Was das überhaupt sei, Alesia. Ich muss schon sagen, die humanistische Bildung von heute ist auch nicht mehr die von gestern. Da haben so einige wohl den Schlaf des Gerechten geschlafen, als im Lateinunterricht „Asterix und der Arvernerschild“durchgenommen wurde (Löbliche Ausnahme: Igor Z., sehr gut aufgepasst, mein Lieber, kriegst einen Fleißstempel!). Denn sonst wüssten die Herren Bildungsverweigerer wohl, dass sich zu Alesia die entscheidende Niederlage der Gallier im sogenannten Gallischen Kriege zugetragen hat (vgl. Caesar, Gaius Julius: De Bello Gallico, im Selbstverlag erschienen, 51 v. Chr.). Ein traumatisches Ereignis, das man im asterixschen gallischen Dorf sorgsam aus dem kollektiven Gedächtnis gestrichen hat. So wie ich das ominöse Spiel im Stadtwald, von dem manche sagen, es hätte tatsächlich stattgefunden. Hat es nicht!!! Es gibt gar keinen Stadtwald!

Den Beweis, dass ich recht habe, lieferten die Boysen-Boys am Samstag im Wildparkstadion zu Karlschruh. Die spielten so auf, als hätte es die Woche zuvor überhaupt gar keine vernichtende 0:4-Schlappe niemals nicht gegeben. Die Frage ist nur, wie ist das möglich? Lesen Mannschaft und Trainer diesen Blog und haben sich die Alesia-Theorie zu Eigen gemacht? Können die überhaupt Internet? Also andere Frage: Wo steckte Hartmut L. Blaum? In jüngerer Zeit ward der gebürtige Ur-Frankfurter, der in jungen Jahren schon mit der FSV-Damenmannschaft geduscht und dies traumatische Erlebnis inzwischen halbwegs verarbeitet hat, nur bei FSV-Spielen gesichtet, die 4:0 aus Sicht des Gegners ausgingen. Ein echter Glücksbringer also! Beziehungsweise das genaue Gegenteil davon.

Meine Theorie: Das Spiel in Karlsruhe konnte nur gewonnen werden, weil Hartmut L. Blaum die Badener unterwandert hat. Mittels beherzten Zugriffs a la Obelix schaltete er Willi Wildpark, das ausnehmend einnehmende KSC-Maskottchen in Wildsaugestalt, rechtzeitig vor Anpfiff aus, schlüpfte selbst in den leblos herabhängenden Schwarzkittel und mischte sich unter die Gelbfüßler. Durch diese hervorragend ersonnene Mimikry schleppte er die 0:4-Seuche in die gegnerischen Reihen, die alsbald auf dem Platz umherliefen, wie weiland Bencik und Coulibaly. Apropos: Gibt’s die beiden überhaupt wirklich? Oder fallen die auch unter Alesia?

Na egal. Es gibt wichtigeres, als die Beantwortung solcher selbstaufgeworfener Fragen. Zum Beispiel die Feststellung, dass das Ansehen unseres allerbesten, einzigen und ganz einzigartigen Maskottchens Franky, dessen hervorragenden Ruf zu mehren ich mir mit heiligem Eid aufs Panier geschrieben habe, quasi stündlich steigt. Lest einfach mal die entsprechende Passage im Ingolstädter Reisebericht von SB79.

Eine vergnügliche Länderspielpause wünscht Euch

Euer aller Frankybeauftragter.

p.s.: Hoffentlich erleben wir gegen Aue, (11.09., 13.30 Uhr, Frankfurter Volksbankstadion) nicht unser Nine-Eleven!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s