Was geschah mit dem Memminger Stadtbachgeländer?

Am gestrigen Sonntag gastierte der FSV Frankfurt im bayerisch besetzten Teil Schwabens, in der Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks, in Augsburg.
In ihrem Wappen führt die Stadt eine Zirbelnuss, die das Feldzeichen jener römischen Legion darstellte, die kurz vor Christi Geburt ebendort ein Feldlager errichtete. Ich empfehle, mal bei Wikipedia der Zirbelnuss hinterherzugooglen. Man erfährt Erstaunliches, beispielsweise was sich am Geländer des Memminger Stadtbachs zugetragen hat. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, peinliche, ja fast schon skandalöse Vorgänge, vor allem für Memmingen! Haben wir übrigens nicht erst kürzlich Memmingen mit unserer U23 4:1 am Bornheimer Hang besiegt? Schade, dass mir die skandalumwitterte, unheilvolle Geschichte des Memminger Stadtbachgeländers da noch nicht bekannt war, ich hätte einige bitterböse Schmähgesänge angestimmt, die Memminger demoralisiert und so den völlig überflüssigen Gegentreffer unmöglich gemacht.
Von der Zirbelnuss hat übrigens auch die menschliche Zirbeldrüse, ein Bestandteil des Hirnes, ihren Namen entlehnt. Sie produziert Melatonin, ein Hormon, das – schon in geringfügiger Menge genossen – müde macht. Doch ehe jetzt die ersten einnicken, will ich die Aufmerksamkeit des geschätzten Lesers wieder auf das Fußballspiel lenken.
Anhand der Begegnung FCA – FSV konnte man sehen, was eine Mannschaft zu leisten imstande ist, die ein großes Ziel vor Augen hat, das sie mit größtmöglicher Entschlossenheit verfolgt. Topfit, hoch motiviert, lauffreudig, passsicher, zweikampf- und dribbelstark sind einige der tugendhaften Attribute, die sie auszeichnen. Leider waren auch die Augsburger ganz gut drauf, so dass der sich mit dem Elfmetertreffer von Gjasula früh abzeichnende Auswärtssieg kurz vor Ultimo doch noch zunichte gemacht und ins Gegenteil verkehrt wurde.
Wenn es für die Schwarz-Blauen schon nichts zu erben gab in Augsburg, so war es dem kleinen Häuflein aufrecht Gebeugter, das sich zum Rudelgucken vor dem „Bernemer Brünnchen“ eingefunden hatte, zumindest vergönnt, sich am Kommentar des über das Spielgeschehen bewundernswert neutral berichtenden Bezahlfernseh-Sprechers zu delektieren. Stets fand er die richtigen Worte, und so ist ihm auch die Einsicht zu verdanken, dass der FSV während mehrerer Minuten „so etwas wie Druck“ auszuüben in der Lage gewesen war. Wertvoll auch die Enthüllung, dass der Augsburger Spieler Leitner einen Vater mit deutscher Staatsbürgerschaft, aber eine Mutter österreichischer Nationalität habe. Danke für diese wirklich interessante Information! Über die Zirbelnuss aus seinem Munde hingegen nicht ein einziges Wort. Wahrscheinlich ist der TV-Sprecher von Geburt her Memminger. Ein Findelkind womöglich, dessen Körbchen mangels Babyklappe einst auf dem Geländer des Stadtbachs, festgeklemmt
zwischen zwei …(müsster jetzt schon selber recherchieren, gelle!) aufgefunden wurde, was ihn noch heute zutiefst mit Gram und Scham erfüllt. Anders lässt sich dieses schwere Informationsdefizit – man kann schon sagen vorsätzliche Totschweigen der Zirbelnuss – nicht erklären.

Es grüßt Euch
Euer aller Frankybeauftragter

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2 Gedanken zu „Was geschah mit dem Memminger Stadtbachgeländer?

  1. Bobbie

    Gegoogelt.
    Zirbelnuss ? Zirbelkiefer ? Zapfen ? KLAR: Rothaus Tannenzäpfle !
    Bin ich jetzt unsterblich oder nur fruchtbar? Furchtbar.

    Antwort

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