Durchatmen!

Uff, geschafft! Nicht nur der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga drei Spieltage vor Saisonschluss, sondern auch der geneigte Fan, der sich das gestrige Spiel des FSV in Osnabrück angeschaut hat. Für schwache Nerven war das nichts und wohl dem, der seine Blutdrucktabletten vorschriftsmäßig eingenommen hatte.
Dabei hatte alles so schön angefangen: Auf der Bergerstraße herrschten mediterranes Flair und beste Stimmung bei mindestens 20 Schwarz-Blauen, die sich an den Bierbänken des Gasthauses „Bernemer Brünnchen“ zum Gruppengucken eingefunden hatten. Angesichts der vermeintlichen Schwäche der akut vom Abstieg bedrohten Osnabrücker und noch im Hochgefühl des Heimsiegs gegen die 60er blickte man voller Vorfreude auf die Flatscreens, um die Boysen-Boys den ersten Matchball zum Klassenerhalt verwandeln zu sehen.
Das Spiel ging auch bestens los, nach fünf Minuten führte der FSV durch ein Tor von Schlicke nach einem Eckball. So weit, so gut. Leider konnte man nun aber sehr eindrücklich und leider auch sehr schmerzlich erkennen, wer in der stark ersatzgeschwächten FSV-Mannschaft an allen Ecken und Enden fehlte. In der 21. Minute luchst Heitmeier einem Osnabrücker den Ball ab, zieht unwiderstehlich aufs Tor und passt den Ball auf den frei am Fünfmeterraum stehenden Mitspieler. Doch statt unserem Ausnahmestürmer Bouhaddouz steht dort bloß Azziz‘ Assistent, der das Kunststück fertig bringt, diese hundertprozentige Chance zu vermöldern. Herr Boysen, bitte merken: Wenn’s gut werden muss – Bouhaddouz!
Die Mannschaft hatte da jedenfalls begriffen, dass es ohne Azziz, der für den wichtigen Regionalligaknaller gegen Memmingen geschont wurde, nichts werden würde mit einem weiteren Tor und stellte in der Folge mit grimmiger Entschlossenheit jegliche Angriffsbemühungen ein. Wenige Minuten vor der Pause half Cinaz den bemerkenswert abschlussschwachen Osnasen sportlich fair auf die Sprünge, indem er seinen Arm nur widerwillig und deshalb letztlich zu spät wegzog, als er im 16er unvermittelt vom Ball angesprungen wurde. Seltsamerweise traf der Schuss des Osnabrücker Strafstoßschützen, der vor der Ausführung des Elfmeters wohl mit dem allerletzten Rest Osnabrücker Zielwassers gegurgelt hatte, unter dem sich lang machenden Langer hindurch ins Netz. In der Folge schossen die Osnasen jedenfalls überall hin, nur nicht aufs Frankfurter Tor.
Nach dem Abpfiff war die Erleichterung an den Bierbänken des Bernemer Brünnchens jedenfalls groß, wildfremde Menschen sackten erschöpft, aber glücklich in sich zusammen und die Bergerstraße war erfüllt vom Knattern der zahllosen Freudenschüsse aus der Wasserpistole.
Drei Spiele haben der FSV und seine Fans jetzt noch vor der Brust. Rein gar nichts deutet darauf hin, dass der FSV nach dem vorzeitigen Erreichen des Saisonziels diese Spiele auf die leichte Schulter nehmen wird, allenfalls die in der FNP wiedergegebene Aussage Boysens: „Sollte es so sein, dass die Mannschaft durchatmet und die Spannung ein bisschen verlorengeht, könnte ich Verständnis dafür haben.“ (http://www.fnp.de/fnp/sport/special-fsv/gierig-und-aggressiv_rmn01.c.8852071.de.html)
Bei all dem Trubel ist ein ganz wichtiges Ereignis beinahe untergegangen: Franky feierte am 8. April seinen 1. Geburtstag! Als Vorstandsvorsitzender der „Sektion für Anstand im Umgang mit Franky und Empathie bezüglich Neozoen (S.A.U.F.E.N.)“ sowie als Frankybeauftragter der BORRACHOS BORNHEIM in Personalunion gratuliere ich selbstredend auf’s Herzlichste, wenn auch nachträglich. Franky, wir ham Dich ganz doll lieb!
Ein gesegnetes Osterfest wünscht Euch Euer aller Frankybeauftragter.

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12 Gedanken zu „Durchatmen!

  1. Hermann Pages

    Wacho, laß doch den Frankybeauftragten nicht so oft an die Tastatur.
    Der soll mit Franky und seiner ganzen Personalunion knutschen aber nicht mit uns, bitte, bitte.

    Antwort
  2. bobbie

    Wenn schon von offizieller Seite ein spannungsarmes Gegurke prophezeiht wird, gibt es dann wenigstens freien Eintritt oder Freibier oder Freiwurst ?

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  3. wacho_chorro

    Naja, ich drücke es mal so aus: Heute beim Spiel der 2. gegen Memmingen hatten der Frankybeauftragte und ich auf alle Fälle das 2. Bundesliga-Feeling: Keine 100 Zuschauer aber ewig beim Caterer auf den Schoppen gewartet. Kannst du dir vorstellen wie das bei Freibier wird??

    Antwort
  4. bobbie

    Vorschlag: nach dem Befummeln bekommt jeder gleich einen 0,5er Humpen in die HAND GEDRÜCKT:

    Antwort
    1. Frankybeauftragter

      Keine Chance, solch ein Unterfangen bedeutet heillose Überforderung. Wisst Ihr noch, letzte Saison, 1.000 Liter Freibier? http://www.fsv-frankfurt.de/cms/index.php?&id=22&backPID=22&begin_at=20&pS=1272664800&pL=2678399&arc=1&tt_news=5721&cHash=fd759a4762
      Ausgeschenkt wurde an genau einer Biergondel, und dort nur auf der linken Seite, rechts gabs Flüssiges nur gegen Bezahlung. Es bildete sich eine Warteschlange vom Richard-Herrmann-Platz bis hinauf zur Unfallklinik. Fehlten nur noch die Hinweisschilder wie z.B. „Ab hier noch 35 Minuten bis zum Zapfhahn“.
      Nee, dann lieber irgendwo in Bernem ganz entspannt auf den Klassenerhalt anstoßen.

      Antwort
  5. Hermann Pages

    Das mit dem Freibier ist so ne Sache, steht nämlich der Franky vorne mit seinen gelenkigen Händen wirds nichts mehr für einen 2. Schoppentrinker.

    Antwort
      1. Hermann Pages

        Ich bin ab sofort sehr vorsichtig mit Aussagen Richtung Franky, sonst bekomme ich noch mehr schimpfe.
        Denke Dir bitte Deinen Teil dazu.

  6. Hermann Pages

    Wacho, ich doch auch, was denkt ihr von mir?? Ach, sag es lieber nicht.
    Viele liebe Grüße Hermann

    Antwort

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