ARG 2011

Anreise & Tag 1:

Was für eine Plackerei !!! Pro Person waren 2 Koffer mit jeweils max. 30 Kg erlaubt. Wer mit Eheweib verreist, weiss dass diese “haarscharf” ausgenutzt werden. Also schon Mittags an den Flughafen, so dass wir Abends nur mit leichtem Handgepäck antreten mussten. Zum meinem Glück hatte Abends schon der Duty-Free Shop geschlossen, meine Frau fands weniger lustig. :-)

Im Flieger Platz genommen ereilte mich zugleich ein Schock. Wurde doch glatt die CD – Kollektion ausgetauscht und mein traditionell gehörter “Buena Vista Social Club – Live at Carnegie” wat nicht mehr im Programm. Aber ein guter Merlot sowie das GOTAN PROJECT sorgten für Kurzweile.

Den Beginn des Jahres 2011 erlebten wir über Paris. Allerdinges verhinderten eine dicke Wolkendecke sowie die französische Flugsicherung den Blick auf´s Feuerwerk. Aber was soll´s, wer erlebt den Jahreswechsel denn schon in 10.000 Metern Höhe ?

Vorspeise und Hauptgericht mundeten sehr und auch der Malbec-Strom riss nicht ab. ;-)

Denn Nachtisch verpennte ich dann mal ebenso wie einen großten Teil der Reise. Allerdings wurde ich rechtzeitig über Uruguay wach.

So konnte ich den Anflug auf Bs. As. geniessen.

Überpünktlich kamen wir an und auch die Einreiseformalitäten waren recht flott erledigt. Ist schon von Vorteil, wenn man öfter in der Gegend ist.

Am Flughafen wurde dann auch das obligatorische “Einreisebier” genossen.

 

Und dann kam auch schon unser Fahrdienst. Als ich ins Auto stieg wusste ich dass nichts passieren wird, denn Gauchito Gil war mit an Bord.

Es ging direkt ins Barrio  Villa Lugano, der Heimat von San Lorenzo del Almagro. Dort befand sich dich Wohnung meines Schwagers. Wenn das Oberhaupt der BORRACHOS BORNHEIM seine Aufwartung macht, wird selbstverständlich ein kleiner Snack gereicht !

Etwas später gab´s dann noch den obligatorischen Mate.

Tag 2:

Der Herrgott sprach: ” Sonntags sollst du ein Asado abhalten ! “

wacho_chorro antwortete: ” Bin ganz deiner Meinung. “

Also machte ich das was ich am besten kann und schaute meinem Schwager bei der Arbeit zu. Während dessen müssten die Frauen in der Küche “Sklavendienste” verrichten !  ;-)

Wenig später sah es Dank meiner Mithilfe so aus:

Der Rest des Tages wurde mit Verdauen verbracht.

Tag 3:

Heute ging´s ins Zentrum von Bs. As., Erledigungen standen an. Leider liegt mein Domizil ca. 1 Std. Fahrzeit entfernt, aber so konnte ich einem meiner Hobbies nachgehen.

Ich liebe es in Argentinien mit dem Colectivo (Stadtbus) und der Subte (U-Bahn) zu fahren.

Da sich mein “Kaufrausch” ausschliesslich auf La Martina und Kevingston beschränkten, machte es mir auch nix aus die vielen Einkaufstüten nach Hause zu schleppen.

Dort angekommen, traf mich der Schlag. Saß doch der Che mit seinem Vater auf der Couch und wartete auf mich. Er hatte in der Gegend zu tun und wollte mir noch ein Geschenk überreichen.

 

Den Rest des Abends war ich selbstverständlich nicht mehr ansprechbar, sondern himmelte nur noch mein Geschenk an. ;-)

Tag 4:

Wie kauft man in Argentinien Wassermelonen?

1.) Frau wartet den richtigen Moment ab:

2.) Brüllt dann aus dem 6. Stock: „ Momentito, ya bajo“ Was soviel heißt wie. „Moment, ich komme runter“

3.) Dann schnappt Frau sich den Ehemann als Burro de Carga (Lastesel) und kauft 2 Wassermelonen.

Der Rest des Tages wurde gedöst und auf´s Abendessen gewartet.

Tag 5:

Heute sollte es auf große Fahrt gehen, wir wollten nach Montevideo in Uruguay.

Also, mitten in der Nacht aufgestanden und schlaftrunken Richtung Zentrum gefahren. Colektivo und Tramba (Strassenbahn) im morgentlichen Berufsverkehr zu benutzen hat was.

Am Puerto Madero noch einen Kaffee genossen und dann ab zum Schiff. Einchecken sowie Aus-, bzw. Einreisekontrolle waren schnell erledigt. 2 Plätze wurden auch gefunden und so genossen wir die Schiffsreise. Man muss sich mal vorstellen, die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und dabei überquert man lediglich den Rio del la Plata !!

Leider war die Aussicht an Deck nicht so berauschend, da es dauerhaft regnete.

In Colonia angekommen, nahmen wir den nächsten Bus in Beschlag und fuhren dann nochmals ca. 3 Stunden nach Montevideo.

Das von uns vorab ausgesuchte Hotel war keine Zumutung, es war gelinde gesagt Shyce !

Übelster Gestank und ein mehr als unfreundlicher Portier veranlassten uns, das Gebäude schnellstens zu verlassen und samt Gepäck auf die Suche zu gehen.

Ich kann Euch sagen, es ging noch schlimmer !!

Wir fanden auch eine ansprechendes Hotel, leider war dort alles belegt. Wenn wundert´s.

Schliesslich wurden wir dann doch fündig, das Hotel hatte sogar eine Klimaanlage auf den Zimmern und war auch recht „günstig“.

Nach dem Duschen wurde erstmal das Viertel (Barrio Viejo, Nähe des Hafens) in Augenschein genommen und gleichzeitig auch der eine oder andere Einkauf erledigt.

Zum Essen ging´s dann ins Zentrum von Montevideo. Die “Pizzeria” die wir uns aussuchten war leider ein totaler Reinfall. Mich wundert´s dass da soviele Einheimische gegessen haben. Oder wir haben einfach nur das falsche bestellt.

Tag 6:

Zum Frühstück suchten wir uns ein kleines Cafe. Hier landeten wir einen Glückstreffer. Das Cafe Copacabana ist eine Offenbarung.

Gute Qualität und kleine Preise, sowie WiFi erfreuten wacho´s Herzen. :-)

Nach der Stärkung gings dann erstmal Richtung Hafen. Auf dem Weg dorthin fand ich zur Überraschung eine Hommage an Gauchito Gil.

Zum Mittagessen ging´s dann in die Markthalle am Hafen.

Der Tipp hier: La Chacra del Puerto.

Danach noch ein kleiner Abstecher an den Plaza de Independencia.

Danach ab zur Siesta und am frühen Abend noch ein wenig spazieren gegangen.

Danach ging´s mal wieder zum Essen, schliesslich hatte ich eine gefühlte Ewigkeit nichts mehr zu mir genommen.

Tag 7:

Heute war Rückreisetag. Also erstmal zum Bus-Terminal nach Montevideo und auf eine 3 Std. Rückreise “gefreut”. Der Knaller: Der Bus hatte ein gut funktionierendes WiFi.

In Colonia angekommen hatten wir unsere geplanten 3 Std. Übergnaszeit bis zur Abfahrt unsere Fähre. Also schauten wir uns die Altstadt von Colonia del Sacramento an, einem UNESCO Weltkulturerbe.

Erschreckend waren hier allerdings die Bierpreise. 10€ für 2 selbstgebraute Biere waren schon heftig. Noch schlimmer war allerdings der Geschmack. Ich fand kein Bier in “Euroguay” das mir schmeckte. Allgemein gesehen fand ich “Euroguay” recht “teuer”.

Das schönste an “Euroguay” ist der Blick nach Argentinien, bzw. Bs. As.

Also fuhren wir, den Blick immer aud Bs. As. gerichtet in den Sonnenuntergang.

Der Hafen Puerto Madero freute sich natürlich über unsere Rückkehr und strahlte nur für uns.  ;-)

Wir gönnten uns ein Taxi um schnell nach Hause zu kommen, denn dort warteten selbstgemachte Empanadas auf mich.

Tag 8:

Da es heute regnete ohne Ende beschloss ich das Haus nicht zu verlassen. Stattdessen widmete ich meine ganze Energie dem Nichtstun !!

Tag 9:

Heute traf der “Schrecken aller Ehemänner” ein. Die Schwiegermutter !!!  ;-)

Trotzdem stellte ich gleich klar, dass das Asado mir zur Ehren stattfindet. Da ich zur Zeit auch meine Ausbildung zum “Asado-Meister” mache, musste ich gleich mal das Erlernte vorführen.

Tag 10:

Heute ging´s mit dem Bus nach Mar del Plata (MDQ). Also mal wieder mitten in der Nacht aufstehen und Richtung Retiro. Retiro ist das Busterminal in Bs As, das die Hauptstadt mit dem Rest des Landes “Bustechnisch” verbindet.

Als verwöhnter Warmduscher habe ich natürlich eine “Suite” in einem “Coche Cama” reserviert. Kann man sich ungefähr wie die Business-Klasse auf einem Langestreckenflug vorstellen. Wir saßen natürlich in dem Doppelstöcker oben und vorne.

Vorbei am berühmten Luna Park

Auf der Autobahn hat man natürlich vollstes Vertrauen in die Ladesicherung anderer Verkehrsteilnehmer

In MDQ angekommen der 1 Schock

Kauft man in La Capital sein Busticket für den Stadtverkehr direkt im Bus an einem Automaten, so ist in MDQ das Rad neu erfunden worden. Im Busterminal kein Hinweis für ankommende Gäste und im Stadtbus wird man erstmal darauf hingewiesen, daß man sich eine Magnetkarte zu kaufen hätten, die man natürlich auch aufladen muss. Das es diese Karte nicht überall gibt stellten wir dann auch fest.

Irgendwann hatten wir es geschafft und waren im Hotel angekommen.

Also, Sachen auspacken duschen und losziehen ins Abenteuer. Wir wollten nämlich nach Santa Clara del Mar wo ein BORRACHO ein Strandtrestaurant betreibt.

Gut gesättigt ging´s dann zurück nach MDQ.

Tag 11:

Heute war der Tag der Tag, mein 1. argentinisches Fussballspiel stand bevor. Torneo del Verano: Independiente gegen San Lorenzo im Stadion Estadio José Maria Minella !!

Also, erstmal in der Touri-Info nach den Verkaufsstellen gefragt. Dort bekamen wir 2 genannt. Die erste Adresse war der Fussballverband von MDQ. Also, einen Gewalt-Fussmarsch durch die Hitze. Dort angekommen teilte uns ein Schild mit, dass wir einen anderen Eingang nehmen sollten. der sich in einer Paralellstr. befand. Dort war allerdings auch alles verschlossen. Gottseidank hatten wir eine Telefonnummer. Bei Anruf teilte man uns sinngemäß mit: “Ja, wenn die Tür zugeschlossen ist, ist dort wohl niemand.” Die Aufforderung an die Vordertür zurück zukehren ignorierten wir, da die diese nicht nutzbar war.

Also an die Adresse 2 maschiert. Dort war offen. Meine Vorfreude fand ein jähes Ende als uns der Verkäufer mitteilte dass wir zuspät seien. Er zeigte uns sogar den Polizisten inkl. der Reisetasche mit den Tickets. Also mussten wir ans Stadion um die Tix zukaufen.

Nach ewig langem Warten, was meiner Freude allerdings keinen Abbruch tat, konnten wir unsere Tickets endlich kaufen.

Nach endlosen Stunden war ich am Ziel, also musste nur noch der Hunger gestillt werden. Deshalb ging´s flugs an den Hafen.

Danach zurück ins Hotel, duschen denn Nico wartete auf uns. Nico ist ein alter Freund und stammt wie Che das meinem geliebten Quilmes.

Nach einigen Mate gingen wir sogar ins Wasser. Das hatte gefühlte -30° C. Währenddessen joggte das gesamte Team von River Plate an uns vorbei und der eine oder andere argentinische Ex-Fussballer flanierte an uns vorbei.

Leider mussten wir uns auch recht “zügig” von Nico verabschieden, denn das Fussballstadion wartet auf mich.

San Lorenzo gewann das Spiel 3:2.

Tag 12:

Heute fuhren wir zurück nach La Capital. Noch schnell ein Foto des Hotels geschossen und dann ab zum Busterminal.

Die Heimfahrt habe ich größten Teils verpennt, allerdings ereilte mich kurz vor der Ankunft in Bs As ein künstlerischer Moment und ich versuchte eine Karriere als Filmemacher.

Tag 13:

RUHETAG

Tag 14:


Gesundheitstag ;-)

Tag 15:

Nachdem wir beschlossen hatten nicht nach Brasilien zufahren, verabschiedeten wir heute nur meine Schwiegermutter und machten ansonsten nix !

Tag 16:

Heute stand das traditionelle Grillen in Moreno an. Also ab in den Bus und mal eben etwas mehr als 1 Stunde zum Grillen gefahren. Je näher wir allerdings Moreno kamen umso duster wurde es draussen. War ja mal klar das es regnen musste. Der Zustand des Busses flösste auch nicht gerade Vertrauen ein.

Aber das Essen entschädigte für alles.

Das tradionelle Grillen ist auch immer ein familiäres Groß-Ereignis. Nachdem alle Neugkeiten ausgetauscht wurden “rollte” ich zurück nach Lugano und schaute mir noch ein wenig das “Doma de Jesus Maria” im TV an.

Ist echt lustig mit dem Musikstil Payada.

Tag 17:

Heute gings mit dem Zug nach Quilmes ans Stadion. D.h. erstmal 1 Std. mit dem Stadtbus ins Zentrum von Bs As an den Bahnhof Constitutión. Von dort dann mit dem Zug nach Quilmes.

Leider war Che unterwegs und wir hatten auch nicht viel Zeit, denn wir mussten noch weiter nach Glew. Also, mit dem Zug nach

Avellaneda.

Hier dann umgestiegen in den Zug Richtung Glew. Dort noch einen Besuch abgestattet und dann zugesehen das man vor Mitternacht den Bahnhof in Constitución / Bs As verlässt.

Tag 18:

Leider Rückreisetag nach Deutschland

FAZIT:

Wie immer habe ich, soweit es möglich war, vermieden die Armut im Lande zu fotografieren. Es ist mir rätselhaft wie die Menschen z.B. in Buenos Aires leben können bei den stetig steigenden Preisen für Grundnahrungsmittel. Aber sie schaffen es und haben dabei jede Menge Lebensfreude.

Uruguay, bzw. Euroguay hat mir ganz und garnicht gefallen. Liegt natürlich auch mit dem “schlechten” Bier zusammen. :-)

 

8 Antworten zu ARG 2011

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  3. Pingback: Tag 5 & 6 online | BORRACHOS BORNHEIM

  4. Pingback: Tage 7,8 & 9 online | BORRACHOS BORNHEIM

  5. Hermann Pages

    Wacho, Du willst doch uns nicht erzählen, dass Du am 8. Tag NICHTS getan hast. NICHTS gegessen und NICHTS getrunken, das glaubst Du selbst nicht, da wärst Du doch glatt verhungert.
    Gruß aus dem herrlichen Wintermärchen Deutschland.

  6. Hermann Pages

    Wacho, das ging aber schnell, haben sie Dich ausgewiesen, oder bist Du freiwillig gegangen?

  7. Pingback: Reisetagebuch ARG 2011 fertig | BORRACHOS BORNHEIM

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